Dekanatskantorei Collegium vocale Kirchberg

Misatango 2016

Dieser dekanatsübergreifende kirchliche Chor mit momentan 82 Sänger/Innen hat bereits einige größere Projekte gemeinsam bestritten, unter anderem Oratorien und Messen von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven sowie Felix Mendelssohn-Bartholdy, Antonin Dvorak, César Franck und Martín Palmeri . Etliche Konzerte zusammen mit Solisten und Orchestermusikern wurden im Dekanat sowie auch in größerer Entfernung veranstaltet. Ebenso stehen aber auch Themenkonzerte mit a capella Musik sowie klavierbegleiteten Werken auf dem Programm. 

 

Konzertreisen führten den Chor nach Italien und Südengland. In 2017 stand die aktive Teilnahme am Misatango Festival in Wien an mit Aufführung der Misatango von Martín Palmeri im großen Wiener Konzerthaus sowie eine Welturaufführung des neuen Tango Credo von Martín Palmeri in der David Geffen Hall im Lincoln Center New York an. Beides waren grandiose Ereignisse, die den SängerInnen noch lange im Herzen bleiben werden.  Im Herbst 2017 werden dann die heimischen Konzerte mit dem Tango Credo sowie der Uraufführung des Vater unser der Berliner Bandoneonistin Judith Brandenburg stattfinden.



 

 

Programme unter meiner Leitung:

 

2017:

8.-12. Februar: Reise nach Wien und aktive Teilnahme am Misatango-Festival mit einem Konzert am 12.2. im großen Wiener Konzerthaus (Martín Palmeri - Misa Tango)

25.April-3.Mai: Reise nach New York und aktive Teilnahme an der Uraufführung des neuen Werkes aus der Feder von Martín Palmeri in der David Geffen Hall NY (Martín Palmeri - Tango Credo)

November: Konzertreihe "Concerto argentino" im heimischen Raum mit dem "Tango Credo" sowie der Uraufführung des "Vater unser" der Berliner Bandoneonistin Judith Brandenburg. 

Termine: 12.11. kath. Kirche Wettenberg-Wißmar, 18.11. ev. Kirche Lollar, 19.11. ev. Wichernkirche Gießen

 

 

2016:

Lateinamerikanische Konzertreihe: Misa Tango (Martín Palmeri) & Missa brasileira (Jean Kleeb) in Beuern, Wißmar und Lollar.  Besetzung: Collegium vocale Kirchberg, Kira Petry (Solosopran), Judith Brandenburg (Bandoneon), Beatrix Pauli (Klavier), ein Streicherensemble vom Stadttheater Gießen sowie Moritz Weissinger und Markus Reich (Schlagwerk).

 

2015:

Konzertreise nach Südengland/Cornwall im August mit Auftritten in der Bath Abbey, dem Wimborne Minster sowie dem Minack Theatre, Konzerte mit diesem Programm aus deutscher und englischer Chormusik aus 5 Jahrhunderten in Beuern, Wißmar und auf dem Kirchberg

 

2014:

Konzertreihe zum 20jährigen Jubiläum der Dekanatskantorei "Collegium vocale": Requiem opus 89 (Antonin Dvorák) in der Fassung für Chor, Solisten und Kammerorchester (Sopran Kira Petry | Alt Michaela Wehrum |Tenor Michel Brauer | Bass Andreas Czerney) mit Konzerten  in den ev. Kirchen in Lollar, Londorf, Stadtallendorf sowie der Elisabethkirche Marburg

 

2013:

"Misa tango" (Martin Palmeri) für Sopran (Kira Petry), 4stg. Chor, Bandoneon (Judith Brandenburg) , Klavier (Beatrix Pauli) und Streicherensemble & Messe durch 5 Jahrhunderte (Byrd, Bach, Mozart, Mendelssohn, Vierne)

 

2012:

Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem mit Chor, Solisten und Orchester    (Sopran: Marion Clausen, Bariton: Andreas Czerney)

 

2011:

Missa choralis von Franz Liszt

italienische und deutsche Madrigale, Motetten, Opernchöre und Segenslieder von Lassus, Verdi und und und... (alles für die Konzertreise an den Gardasee im Oktober 2011 sowie die Konzerte vor Ort im November 2011)

 

2010:

Konzerte "Cantate domino" mit geistlichen Werken a capella und mit Orgel von gregorianischem Gesang und Hassler über Bach's Motette "Singet dem Herrn", Stanford und Mendelssohn bis hin zu Rutter und Miskinis 

 

2009:

Felix Mendelssohn-Bartholdy, Lauda Sion mit Chor, Solisten und Orchester        Joseph Gabriel Rheinberger, Grosse Messe in C mit Chor, Solisten und Orchester

 

2008:

Georg Friedrich Händel, The Dettingen Te Deum mit Chor, Solisten und Orchester
(Alt: Linda Sommerhage, Tenor: Michael Brauer, Bass: Young Myoung Kwon)

 

2007:

Dvorak, Messe D-Dur mit Chor, Solisten und Orgel
César Franck, Kirchenmusikwerke mit Chor, Solisten, Harfe, Cello und Orgel

 

2006: 

1. Pfingstprogramm zum Thema "Komm, heiliger Geist" für Chor a capella sowie mit Klavierbegleitung . 

2. Mozart, Dominicusmesse sowie Exsultate, jubilate gemeinsam mit Solisten und einem symphonischen Orchester.

 

2005: 

Mozart, Requiem d-moll gemeinsam mit Solisten aus Frankfurt und der Russischen Kammerphilharmonie Skt. Petersburg 

 

2004: 

mehrere a capella Konzerte mit einem Querschnitt geistlicher Lieder und Motetten aus vier Jahrhunderten von Palestrina und Monteverdi über Mozart und Mendelssohn bis hin zu Fauré und Poulenc. 

 

2003: 

Beethoven, C-Dur Messe gemeinsam mit Solisten und einem symphonischen Orchester

 

 

 

 

Volker Heller schreibt über die Aufführung am 10.11.2012 in Beuern in der Giessener Allgemeinen Zeitung:

 

»Ein deutsches Requiem«

Collegium vocale Kirchberg und Symphonisches Orchester in der Kirche Beuern

Buseck (vh). In der Stadt Gießen sind drei Kantoreien gerüstet für die Aufführung der geistlichen Hochliteratur. Das Kreisgebiet, so vermutet der Musikliebhaber, sei Revier für Gesangvereine und Kirchenchöre. Hier eine Kantorei, die den Namen verdient, zu installieren, ist Dekanats-Kirchenmusikerin DanielaWerner gelungen. Mit dem A-Diplom für Orgel stand der vielseitigen Musikerin das theoretische Rüstzeug zur Verfügung; um anspruchsvolle Chorwerke der Klassik à la Werner – improvisatorisch – zu managen, bedarf es weit darüber hinausreichender Talente. »Ein deutsches Requiem« von Johannes Brahms erwartete am Samstag rund 200 Konzertbesucher in der evangelischen Kirche Beuern. Grandios aufgeführt durch den Dekanatschor Collegium vocale Kirchberg. Werner wirkte am Pult, wie es ihrem Naturell entspricht, als ruhender Pol mit dem harmonischen Feingefühl, das Mitwirkende zur Bestleistung bringen kann, die Höhepunkte aus dem getragenen Werkfluss markant herausarbeitend und Tempi harmonisch aneinanderfügend. Ein stimmiges Dirigat mit wirkungsvollen Akzenten. Moderat die Aufführungsweise, ein gelungener Grenzgang zwischen gediegenem Trost und üppiger Freude. Insbesondere den Blechund Holzbläsern sowie der Pauke im Symphonischen Orchester gebührt ein Lob für präzise Melodien, gefühlvolle Untermalung der Singstimmen und ein erstaunlich akkurates Spiel. Die beiden Solopartien sangen Bariton Andreas Czerney und Sopranistin Marion Clausen (Marburg), sie vertrat die erkrankte Fabienne Grüning). Czerney brauchte etwas Anlaufzeit, um sein relativ dunkles Timbre überall hörbar zu platzieren. Clausen überraschte vom ersten Ton mit Durchschlagskraft und leichtemVibrato. Für Projekte wie dem »Requiem« wird das Collegium vocale um Singstimmen über das Dekanat Kirchberg hinaus zur Kantoreigröße erweitert. Die Musiker sind heuer aus Gießen, Wetzlar, Marburg und Frankfurt rekrutiert und – hörbar – Profis. Brahms’ Chorwerk, das dem damals 33-Jährigen als Komponist zum Durchbruch verhalf, vertont Texte aus dem Neuen und Alten Testament. Leben die großen Chorwerke der Klassik bezüglich ihrer Werkdauer von der häufigen Wiederholung, so hat Brahms in seinem deutschen Requiem, der Eindruck drängte sich in Beuern auf, die Phrasierung erstaunlich variiert. Und welche weit ausholende Bedeutung ein poetischer Spruch wie der: »Denn alles Fleisch, es ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen« (1. Petrus 1, 24+25) aus dem zweiten Satz durch musikalische Ausstaffierung erhalten kann, vernahm das Publikum voller Demut. DanielaWerner hauchte dem Bibeltext, dessenVerständlichkeit unter dem Alter leidet, neues Leben ein. Religiösität erfuhr durch Chor und Orchester eine Transformation auf solidem Niveau, sprich: Ohne hektisches Getöse, das den Zeitgeist auch moderner Interpretation von klassischer Musik umwirbt. Urgewalt verpackte Werner, wenn es nötig war, in zwei schlichte Wörter: »Ewige Freude«, wiederum aus dem zweiten Satz, um ansatzlos auf piano umzusteigen. Scheinbar mühelos gelang dem Chor die Umsetzung von schwierigen und anspruchsvollen Textinterpretationen. Satz vier überzeugte durch lieblichen Melodiefluss. Brahms hat für das Mittelstück gleichmäßigen Verlauf gewählt. Der Zuhörer entspannte sich. Im sechsten Satz »Zu der Zeit der letzten Posaune« (1. Korinther 15, 52), setzten Chor und Bariton ein bombastisches Klangbild. Angenehm der Aufwand, eigens für den Kopf- und Schlusssatz Harfenklänge zu organisieren. Reichhaltiger Applaus.

Nächste Veranstaltungen:

Sternstunde am 17.09. um 19 Uhr in der Treiser Kirche

Thema: Die Sehnsucht nach Geborgenheit und Identität in einer fließenden Welt

Musik: Poco píu

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Daniela´s Homepage

Anrufen

E-Mail

Anfahrt